Die Villa

Das Haus sollte mit 5 Stockwerken gebaut werden, mit einzelnen Zimmern, um daraus eine kleine Pension zu machen. Der Rohbau inkl. Fenster, Türen und Außenfassade sollte 60.000 Euro kosten.

Aber — was war das? Wieso hat der Architekt denn nun in die Baupläne mehrere Wohnungen in unsere Villa eingezeichnet? Herr Mashahit und Frau Moll meinten, es handelt sich hier um einen Fehler, dies wird beim Bauen alles korrigiert — alles kein Problem.

Alles klaro, dann fehlt ja nur noch der schriftliche Kostenvoranschlag für die Baumaßnahmen. „Aber nein“, meinten Frau Moll und Herr Mashahit, „bei „ATON“ bekommt ihr die originalen Rechnungen, ihr bezahlt quasi nur das, was der Bau wirklich gekostet hat und wir bekommen dafür eine Maklergebühr von 3,5%“ –  das war absolut einleuchtend, schließlich hatten wir ja vorher schon einen Maklervertrag mit der Firma „ATON“ über 3,5% geschlossen.

Nun gut, da nach Aussage von Herrn Mashahit allerdings sofort mit dem Bau der Villa begonnen werden musste, weil sonst das Grundstück an den Staat zurückfällt, überlies man „ATON“ einen Vorschuss von zunächst 23.000 Euro für die Baumaßnahmen (immerhin fast die Hälfte der vereinbarten Summe) zuzüglich 3000 Euro für Baupläne des Arichtekten.

Später stellte sich heraus, dass der Architekt gerade mal 1000 ägyptische Pfund, nach damaligen Umrechnungskurs ganze 142 Euro erhalten hat. Rechnen wir die zuviel gezahlten 2.858 Euro auf den Vorschuss, landen wir bei einem Vorschuss von 25.858 Euro.

Anzahlungen für die Villa

19.07.2005 – 23.000 Euro
19.07.2005 – 2.858 Euro
20.05.2006 – 25.500 Euro
Sept. 2006 – 5.000 Euro

außerdem
Laptop – 950 Euro (wurden von Aton von uns angefordert)
2 Handys – 160 Euro (und wurden nicht bezahlt)

Vorschuss Villa: 57.468 Euro

So sollte es aussehen

Und das ist der Bau der Aton AG für ganze 57.468 Euro – einfach grandios


Ein von uns angefordertes Baugutachten ergab, dass die Baumaßnahmen inkl. Grundstück sich nicht über 25.000 Euro erstrecken – inkl. Grundstück!!!!

Auch hier hat die Firma Aton AG mal wieder 32.468 Euro rechtswidrig in die eigene Tasche gesteckt.

Heute wissen wir, dass das Gebaude niemals nach unseren Vorstellungen, sondern nach dem Nutzen von El Sayed Mashahit und Ewa Vega Mall gebaut werden sollte, allerdings mit unserem Geld. Eine Übertragung der Eigentumsrechte war nie vorgesehen.